System Samstag: Delta Green

„Täuschung ist ein Recht. Wahrheit ein Privileg.“

Ja, ist denn schon wieder Samstag!?

Diesen #SystemSamstag wollen wir euch „Delta Green“ vorstellen. Ein Lovecraftian-Horror-RPG, welches nicht so wie Call of Cthulhu in den 1920ern spielt sondern eher in der heutigen Zeit.

Bei Delta Green von @arc_dream_publishing schlüpft ihr in die Rolle von Agent:innen der Namensgebenden Organisation „Delta Green“ und versucht die Welt vor dem Untergang zu bewahren.

Der Twist? Eigentlich ist es schon zu spät und ihr versucht nur das unvermeidbare Ende hinauszögern. Nebenbei müsst ihr auch noch euer Privatleben (Partner:innen, Kinder, Familie) managen, euren Job, soziale Kontakte etc. und dürft niemanden wissen lassen, was ihr eigentlich macht.

Wer Call of Cthulhu kennt und mag, wird sich hier schnell zurecht finden.

Delta Green ist ein Spiel voller Intrigen, kosmischen Horrors mit unglaublich spannenden Mechaniken und gehört zu Flos Favoriten.

Ihr erstellt eine Figur, welche über kurz oder lang als Agent:in bei Delta Green arbeiten wird. Ob ihr das Spiel als Polizist:in, Sondereinsatzkommandosoldat:in, Lehrer:in oder Krankenschwester startet, Delta Green bietet viele Freiheiten bei der Charaktererstellung. Die Charakterbögen sind übersichtlich und das d100 Würfelsystem erfüllt seinen Zweck, man kann also gut spielen ohne immer ständig abgelenkt zu werden.

Wo Delta Green aber sein ganzes Potential entfaltet ist die Charakterentwicklung:

Am Anfang des Spiels, wenn du deine Figur erstellt, trägst du Beziehungen, Hobbies, Prinzipien und andere Details auf deinem Charakterbogen ein. Wenn dir etwas traumatisches passieren sollte, kannst du aus deinen Beziehungen Kraft schöpfen („Ich tue das hier für meine Familie!“), dabei riskierst du aber, dass diese Beziehungen leiden und dein Charakter anfängt Psychosen zu entwickeln. Da das Kampfystem von Delta Green ebenfalls sehr tödlich ist und die Monster und Kreaturen auf die man trifft unglaublich gefährlich sind, wird das Spiel schnell zu einem Drahtseilakt wo man auf die geistige und körperliche Gesundheit seiner Figur achten muss und jederzeit die Gefahr besteht, dass der Faden doch irgendwann reißt und man seinen Verstand verliert.

Kleiner Fun Fact:

Der nette Dude auf den Covern der beiden Bücher hier ist der Gleiche. Auf dem „Agent’s Book“ sieht man Ihn kurz vor dem Ende seiner Agentenlaufbahn. Auf dem „Handler’s Guide“ ist es um seinen Verstand schon geschehen.