Die Arten der Pen & Paper Abenteuer

Die Arten der Pen and Paper Abenteuer

Ihr wisst bereits was ein Pen & Paper Rollenspiel ungefähr ist oder habt ihr die Infos sogar aus unserem Artikel oder unserem Podcast geholt? Dann seid ihr hier genau richtig, um mehr über die Arten der Pen & Paper Abenteuer zu erfahren.

Ab hier gibt es wirklich keine Norm mehr, da nun alles vom Regelwerk, den Spieler*innen und dem/der Spielleiter*in abhängig ist. Dennoch wollen wir hier gerne einmal einige Beispiele an die Hand geben.

Die Kampagne

Die Kampagne ist wohl das, woran die meisten Leute denken, wenn man sich eine Pen & Paper Geschichte vorstellt. Mehrere Abenteuer, verwoben in einer spannenden Geschichte. Kampagnen sind oft open end, haben also kein fixiertes Ende. Sie können also solange gespielt werden, wie es den Spieler*innen Spaß macht. Es handelt sich um eines der beliebtesten Formate, von dem auch oft gesagt wird, dass aus guten Kurzabenteuern schneller eine Kampagne wird, als man denkt.

Das schöne an Kampagnen ist, dass die Spieler*innen viel Zeit haben, um sich mit ihren Charakteren zu identifizieren, diese zu entwickeln und viele verschiedene Geschichten zu erleben. Für die Spielleiter*innen bedeutet das allerdings auch, ein wenig mehr Arbeit auf sich zu nehmen. Die Story muss vorangetrieben werden, neue Abenteuer und Plotwendungen werden gebraucht und generell braucht man etwas mehr Planung. Dennoch macht ihnen das Format oft besonders viel Spaß, denn gerade in einer Kampagne kann man sich so richtig kreativ ausleben, Welten erschaffen und tolle Geschichten erzählen.

Die größte Herausforderung bei einer Pen & Paper Kampagne ist es jedoch, dass man es schafft sich regelmäßig zum Spielen zu verabreden. Die meisten Gruppen spielen entweder wöchentlich oder alle zwei Wochen und das kann für einige Spieler*innen eine zu große Verpflichtung werden. Wenn ihr aber kein Problem damit habt euch regelmäßig zu treffen und zusammen mit euren Spielleiter*innen eure eigene, große Geschichte zu erleben, dann ist die Kampagne genau das Richtige für euch!

Kurzabenteuer / One-Shots / One-Offs

„Der Fluch des Strahd“ aus Dungeons & Dragons, „The Haunting“ aus Call of Cthulhu oder „Der Streitwagen der Götter“ aus dem Alien RPG. Das sind Beispiele für Kurzabenteuer, oft auch Module genannt, die sich perfekt dafür eignen, mal einen spaßigen Abend eines Pen & Paper Rollenspiels zu erleben ohne dabei größere Verpflichtungen einzugehen.

Kurzabenteuer können meist innerhalb einer Session zu Ende gespielt werden und sind daher bestens dafür geeignet, um in neue Systeme reinzuschnuppern oder Pen & Paper einfach mal auszuprobieren. Meist muss man sich als Spieler*in um nicht sonderlich viel kümmern. Oft sind die Charaktere bereits vorgefertigt und man kann sich einfach eine Figur aussuchen und loslegen. Auch für die Spielleiter*innen ist es eine eher entspanntere Angelegenheit. Die Abenteuer und Geschichten sind vorgeschrieben, Monster und Gefahren bereits vorbereitet und die notwendigen Nichtspielercharaktere (NSCs) und Beschreibungen auf Abruf bereit.

Für alle, die nicht so viel Zeit oder Lust haben längere Verpflichtungen einzugehen oder die sich einfach mal ausprobieren wollen, sind solche Kurzabenteuer ideal. Online oder in den Läden eures Vertrauens findet ihr zu jedem System eine große Auswahl an verschiedenen Modulen und könnt sicher sein, dass da für jede/n Spieler*in was dabei ist.

Offene Welt / Sandbox

Diese Art des Spiels ähnelt einer Mischung aus den beiden oben genannten Arten der Pen & Paper Rollenspiele. In einer Sandbox spielt man ähnlich wie in einer Kampagne mit einer Gruppe über eine längere Zeit – die Geschichte ist jedoch nicht fest vorgeschrieben. Von Spielsitzung zu Spielsitzung kann sich alles ändern und man kann vorhandene Kurzabenteuer einbauen und generell hat man alle Freiheiten, die man sich vorstellen kann.

Für Spielleiter*innen ist dies meist besonders viel Arbeit, denn in einer Sandbox kann man nie auf alles vorbereitet sein, was die Spieler*innen so anstellen wollen. Oft ist es auch schwer, die Gruppe zu steuern, da es keinen festen Plot gibt. Die Spielleiter*innen reagieren hier mehr, als dass sie leiten und geben den Spieler*innen viel Kontrolle über das Spiel.

Für Spieler*innen, die sehr kreativ sind und sich selber Ziele setzen und diese dann umsetzen, kann diese Art und Weise des Pen & Paper Rollenspiels viel Spaß machen. Für andere ist es meist schwerer, da es schnell passieren kann, dass man nicht genau weiß, was man gerade machen soll. Es gibt keine genaue Zielsetzung und viele Gruppen brauchen ein gemeinsames Ziel, damit die Gruppe zusammengehalten wird.

Sandboxen können sehr viel Spaß machen und es gibt sogar Systeme, die man am besten in einer Sandbox spielt. „Warhammer 40k Freihändler“, „Stars without Number“ oder „Tales From The Void“ sind im Rahmen einer Sandbox oft am besten unterwegs.